Selbstextrahierende Dateien
Erfahrungsgemäss passieren beim manuellen Installieren von Programmen oft Fehler, sei es durch ungenügende Dokumentation oder mangelnde Sachkenntnis seitens der Person, die das Programm installiert. Dies ist einerseits ärgerlich für den Benutzer und andererseits sehr zeitaufwendig für den Support leistenden Programmierer.
Es gibt verschiedene Ansätze, die Programminstallation zu vereinfachen:
- Psion selbst hat die .sis Dateien eingeführt, die einfach auf einem mit PsiWin ausgerüsteten PC oder auf dem Psion Serie 5 selbst ausgeführt werden. Einzig die Angabe der Ziel-Disk wird vom Benutzer verlangt, der Rest der Installation geschieht vollautomatisch; die Installationsdatei wird am Schluss gelöscht.
Nachteile: Ältere Serie 5 sind nicht für .sis Dateien vorbereitet, sie müssen zuerst mit einem Zusatzprogramm dafür eingerichtet werden (aktuelle Maschinen wie der 5mx enthalten dieses bereits im ROM). Ausserdem bestehen noch Probleme mit OPX-Dateien, wo neue mit alten Versionen überschrieben werden können. Vom Entwickler her gesehen besteht die Einschränkung, dass sis Dateien nur auf einem Windows-PC generiert werden können.
- Meine Programme vertreibe ich als selbstextrahierende OPO-Dateien. OPO-Dateien sind übersetzte OPL-Programme, die auf jedem Serie 5 laufen. Mit einem selbstgeschriebenen OPL-Tool hänge ich die zu installierenden Dateien an das Programm, welches beim Benutzer die Installation automatisch erledigt. Sogar eine Prüfsumme wird berechnet, um sicher zu stellen, dass die Datei nicht defekt ist.
Da die Routine in OPL geschrieben ist, läuft die Installation ein wenig langsamer ab, als die von .sis Dateien, ausserdem wird die Installationsdatei am Ende nicht gelöscht. Damit lässt sich jedoch leben, schliesslich geschieht die Installation nur einmal.
Hinweise:
- Aus unbekanntem Grund muss die Installationsdatei eine Endung haben (gewöhnlich .opo), sonst läuft sie nicht.
- Wenn die Installationsroutine auf eine schreibgeschützte Datei stösst, bricht die Installation ab.
- Vom zu installierenden Programm benötigte OPX-Dateien sind in der Installationsdatei vorhanden, werden jedoch nur kopiert, wenn diese OPX-Dateien weder auf Disk C noch D gefunden wurden (im Ordner \System\OPX\. Dieses Vorgehen verhindert, dass ein vorhandenes OPX von einer älteren Version überschrieben wird.
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